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maus über bild für wechsel
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A R R E S T L A I E

Die Bananenrepublik und der

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Wunderbares geschieht. Neue und wie immer wahre Religionen, die man sich dieses Mal unter
die Arme sprühen kann, entstehen. Ist es die konsequente Fortsetzung von "Brecht das Brot
und verteilt es unter den Armen"?

Wie riecht es in einer Bananenrepublik? Die Parfümerie Rüdell, vorübergehend unerreichbar, m8

womöglich Urlaub in einer solchen Republik, hat dies mit ihrer neuen Kreation möglich gemacht.
Alternativ kann dieser Duft aber auch mit einer Kerze freigesetzt werden. Man hat also die Wahl.

Woran erkennt man, daß man nicht in einer Bananenpublik lebt? Vermutlich daran, daß man diese
Werbung dort nicht finden würde.

Aber, Hand auf's Herz, kann man da wirklich sicher sein? Bleiben wir bei Wahl.

Der Partei "Die Linke" ist ein großer Wurf geglückt. Fernab von platten Parolen wie "Freibier für alle",
hat es diese Partei geschafft, einen grundlegenden Mangel dieser Gesellschaft nicht nur anzuspre-
chen, sondern langfristig abzustellen. Dabei müssen aber alle mitmachen. Wir erinnern uns: Dieses
Land besteht mehrheitlich aus Durchschnitt. Das ist übrigens wohl überall auf der Welt so. Wenn man
den Zahlen glauben will, liegt das "Durchschnittsvermögen von Geld- und Immobilien je Haushalt liegt
in der BRD bei 133.000 €. Wobei in Ostdeutschland mit 60.000 € ..." Den Rest ersparen wir uns.

Gleichzeitig heißt es woanders: "Das 'Durchschnittsvermögen' beinhaltet keine Aussage über die
Vermögensverteilung."
Nach einer "
Reichtums-Studie: Jeder zweite Deutsche hat kaum Vermögen."
Danach wäre das halbe Volk arm. Stimmt das wirklich? Nach der Hans-Böckler-Stiftung besitzen "27
Prozent aller Erwachsenen ... netto gar kein Vermögen, oder sie haben unter dem Strich sogar mehr
Schulden als Eigentum." Danach hat ein Drittel der
Erwachsenen kein Vermögen. In der Studie heißt
es weiter: "Bei Anrechnung aller Verbindlichkeiten verfügte das wohlhabendste Zehntel der erwach-
senen Bevölkerung im Jahr 2007 über 61,1 Prozent des privaten Vermögens." Welch ein Kontrast:
30 Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind im wahrsten Sinne des Wortes Habenichtse, denen
10 Prozent der erwachsenen Bevölkerung mit mehr als als der Hälfte allen Vermögens gegenüber
stehen.

Die Reichen oder Superreichen zu erwähnen löst schnell die "Neiddiskussion" aus. Aber kann man wirk-
lich neidisch auf Menschen sein, die sich nicht selten
mit Gier und Dreistigkeit bereichert haben und
dies auch noch für selbstverständlich halten? Warum brauchen solche Menschen Personenschützer?
Gepanzerte Fahrzeuge und Warnanlagen? Muß nicht die Bevölkerung vor solchen Menschen geschützt
werden? Offenbar ist es anders.
Haste-was-dann-biste-was. Wer erinnert sich noch an diesen Spar-
kasseslogan der vergangenen Jahrzehnte? Ein Invalider, Begriff für kriegsversehrte Heimkehrer, kommt
anscheinend harmlos daher. Invalide heißt aber wörtlich übersetzt: "ungültig". Wer möchte denn un-
gültig sein? Sind Habenichtse ungültig? Oder Körperbehinderte? Sind Superreiche sozialbehindert?

Wer kennt nicht diesen Satz: "Jedes größere Vermögen beruht auf einem Verbrechen"? Wenn 10 Pro-
zent der erwachsenen Bevölkerung deutlich mehr als die Hälfte allen Vermögens gehören, reibtz man
sich erstaunt die Augen und fragt sich, wie so etwas überhaupt entstand und nach wie vor möglich
ist. Offenbar muß es Gesetze geben, die derlei ermöglichen. Wie kann das aber in einer Demokratie
sein? Denn die erwähnten und begünstigten 10 Prozent der Bevölkerung stellen offensichtlich eine
klare Minderheit dar. Oder soll man glauben, daß 90 Prozent der Bevölkerung, also die eindeutige
Mehrheit, eingeschlossen die 30 Prozent Habenichtse, dies wollen bzw. per Wahlentscheidung die
jeweiligen Parteien beauftragt haben, nur eine kleine Minderheit zu versorgen? Wäre dies dann, so-
fern die Annahme stimmt, was jedem sofort einleuchtet, nicht sogar verfassungswidrig?

Bewegen sich damit die meisten Parteien auf einem Terrain, wo nach außen hin, also in Richtung der
Öffentlichkeit, wohlfeile Parolen ausgegeben werden, insgeheim aber die Vermögensverhältnisse un-
angetastet bleiben? Da kommt die Frage auf, ob die sogenannten Mächtigen die politisch Handeln-
den sind oder nicht in Wirklichkeit die aus dem Hintergrund agierenden vermögenden 10 Prozent der
erwachsenen Bevölkerung. So besehen erfährt "die Vermögenden" eine neue Bedeutung, wenn sie es
als Minderheit scheinbar ermöglichen, also vermögen, daß ihre eigene Begünstigung als demokrati-
sches Handeln verkauft wird. Sind dann Politiker nichts anderes als deren Propagandisten?
Soll man
aber auch noch glauben, daß sie solche Dienste unfrei verrichten? Stinkt es nicht hinauf bis in den
Himmel?

nur ein Slogan? Oder mehr als das? Sollen aber die bereits Reichen noch reicher wer-
den? Oder müssten die nicht eine Nullrunde aussetzen? Hat nun die Spiritualität Einzug bei der Politik
gehalten? Geht es nur noch mit
Mantra-Yoga? Bestimmte Mantras beabsichtigen, Veränderungen
nicht nur beim anwendenden Individuum, sondern für alle Wesen herbeizuführen. Der gemeine Reiche
will den Reichtum für sich, der entwickelte, sagen wir mal buddhistische, der altruistische, von mir aus
der christliche Typ (CDU, erinnere Dich!) will, daß es allen gut geht. Damit muß noch nicht einmal der
gemeine Reichtum gemeint sein. Gibt es eigentlich höheren als inneren Reichtum? Oder muß man
immer vom vorhandenen äußeren Reichtunm auf den inneren schließen? Bei all den bekannt geworde-
nen Fällen, wo Korruption und Schlimmeres im Spiel war, kann niemand ernsthaft an der Verkommen-
heit der beteiligten Personen zweifeln, deren innere Ärmlichkeit trotz massiven Reichtums offen zu
Tage trat. Damit schließt sich der Kreis.

Denn Armut und Reichtum hängen deutlicher zusammen, als man denken könnte. Gemeint ist hier
nicht der Arme hier und der Reiche dort, sondern die Kombination von beidem in einem Menschen.
Ein großer Heiliger sagte es mit einfachen Worten: "In Wirklichkeit sind die Reichen die Armen."
Wenn das so ist, warum wird dann noch für Brot-für-die-Welt gesammelt? Und für die Armen in
Afrika gebetet? Muß man nicht aus tiefster Seele die armen Reichen bedauern, für sie beten und
ihnen therapeutische Hilfe angedeihen lassen? Dummerweise haben die Reichen aber noch bei ei-
nem nicht geringen Teil der Bevölkerung eine Vorbildfunktion. Man mag sie nicht, will aber so sein
wie sie. Das gibt's auch als Song. "
Get rich or try dyin!"

"Reichtum für alle" ist der vordergründig plakative Versuch einer Partei im Wahlkampf, ein Pro-
gramm zu verkaufen, was offenkundig jeden anspricht, wobei aber auch jeder weiß, daß daraus
so schnell nichts wird. Dennoch ist der Slogan nun in der Welt und enthält genügend Kraft, sich
zu materialisieren, denn der Satz ist richtig, logisch, direkt einleuchtend und sogar demokratisch,
denn es wird etwas für alle gewollt und nicht für einige wenige. Diese Wahrheit auszusprechen
hat sich keine andere Partei getraut. Wohl wissend, von wem sie finanziert wird?

"Reichtum für alle" ist mehr als lobenwert und könnte zu einem Mantra, einem Gebet werden.
Fast hätte ich jetzt Amen gesagt. Spricht man das Hauptwort Gebet als Imperativ aus, öffnen
sich neue Welten.
Wie wäre es mit "Reichtum für alle, wir sind das Volk"? Wenn das alle nur kräftig
genug verinnerlichen, beten, meditieren, visualisieren und demonstrieren, dann müsste es klappen.
Wieso ist da noch keiner früher drauf gekommen? Wir gehen, fürwahr, güldenen Zeiten und neuen
Montagsdemonstrationen entgegen. Hallelujah.

Sind eigentlich die anderen Parteien für Reichtum für nur wenige? Was für eine Frage. Gehen noch
Winde ab? Waren Sie übrigens schon einmal in der Steiermark? Ich übrigens, das sage ich in aller
Deutlichkeit, ich wollte, ich wäre so arm dran, dass ich nur 27 Mio hätte... Geld m8 glücklich?

Können Sie sich vorstellen, daß Milliardäre, sie werden schon wissen, warum sie soviel spenden,
von Schuldgefühlen geplagt werden? Manche springen vor Züge wie Adolf. Sein Restvermögen war
ihm entweder zu wenig oder er war, ganz einfach gesagt, nicht glücklich. Was sind dicke Men-
schen? Sie haben auf jeden Fall mehr Gewicht auf dem Skelett als andere. Sie brauchen das alles
doch gar nicht. Warum ist es aber da? Weil sie gern fressen? Weil sie es an den Drüsen haben?
Weil sie gierig sind? Den Hals nicht vollkriegen? Weil es Spaß m8? Weil sie krank sind? Wir wissen
es nicht. Sind Reiche nicht auch Dicke, nur in anderer Hinsicht? Beide Gruppen benötigen Diät.
Das steht fest.

Warum heißen die Bezüge der Parlament-Arier Diäten? Weil das, was sie verdienen, so wenig ist,
daß es schlank m8? Sind die Diäten nicht recht üppig? Dann müssten sie eigentlich die Fetten
heißen. Menschen, die von Hartz IV leben, die erhalten Diäten, aber, wenn sie Pech haben, im
Krankheitsfall keine Diät. Dafür kann sich die Bundeskanzlerin von ihren Bezügen jeden Monat
einen Kleinwagen kaufen, und es bleibt noch genug für Wagner übrig.
Ihr fliederfarbenes Kleid
leuchtet. Von den Zuschauern mit viel Jubel empfangen. Freude überall. Gott schütze unsere
Königin.

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